Namenstag
Im Christentum war es üblich, den Namenstag zu preisen, den Tag, der einem Heiligen gewidmet war und meist an dessen Todesdatum erinnert. Der Sterbetag eines Heiliggesprochenen nämlich galt aus kirchlicher Sicht als der "Geburtstag zum Himmel". Die Gründe für dieses Vorgehen seitens der Kirche sind unter anderem in der aufkommenden Reformation um Martin Luther zu finden. Die Katholiken wollten sich mit damit noch zusätzlich von den Protestanten abgrenzen, da diese ja gegen den Kult der Heiligsprechung etc. waren.
Gegenwärtig wird der Namenstag kaum mehr feierlich begangen, wissen doch die wenigsten, wann ihr Namenstag ist. Auch die stark zurückgehende Religiosität und Identifizierung mit der katholischen Kirche ist ein Grund, warum dieser Tag, der doch stets dem Geburtstag weit voraus war, kaum mehr Beachtung findet.